Klassischer hausgemachter Rotkohl mit Apfel in einem roten Bräter
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Rotkohl Rezept mit Apfel – klassischer Apfelrotkohl

Rezept von Der Baba kocht

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GangBeilage
KücheDeutsch
SchwierigkeitEinfach
Portionen
4 Portionen
Vorbereitungszeit
20 Minuten
Kochzeit
60 Minuten
Kalorien pro Portion
190 kcal · pro Portion

Dieses Rotkohl Rezept mit Apfel ergibt klassischen hausgemachten Apfelrotkohl: saftig, fein süß-säuerlich und weich geschmort, aber nicht breiig. Perfekt als Rotkohl zu Weihnachten und als Beilage zu Ente, Gans, Rinderbraten, Klößen oder Kartoffeln.

Zutaten

  • 1 kg frischer Rotkohl, ergibt nach dem Putzen etwa 850–900 g
  • 2 mittelgroße säuerliche Äpfel, zusammen ca. 250 g
  • 1 mittelgroße Zwiebel, ca. 100 g
  • 20 g Butterschmalz
  • 1 EL Zucker, ca. 12–15 g
  • 2–3 EL Apfelessig, davon 2 EL zum Garen und bis zu 1 EL zum Abschmecken
  • 150 ml Apfelsaft
  • 50 ml Wasser plus bis zu weitere 50 ml nach Bedarf
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Gewürznelken
  • 4 Wacholderbeeren, leicht angedrückt
  • 1¼ TL Salz, davon zunächst 1 TL
  • 2 Prisen schwarzer Pfeffer
Schritt für Schritt

Zubereitung

  1. 1

    Rotkohl vorbereiten

    Äußere beschädigte Blätter entfernen, den Rotkohl vierteln und den harten Strunk keilförmig herausschneiden. Die Viertel quer in möglichst gleichmäßige, etwa 3–5 mm feine Streifen schneiden oder hobeln. Gleichmäßige Streifen sind wichtig, damit der Rotkohl später gleichzeitig weich wird und trotzdem Struktur behält.

    Rotkohl wird geviertelt, entstrunkt und in feine Streifen geschnitten
  2. 2

    Zwiebel und Äpfel vorbereiten

    Die Zwiebel fein würfeln. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Die Apfelstücke beiseitestellen; sie kommen erst später zum Rotkohl, damit sie weich werden, aber nicht vollständig zerfallen.

    Fein gewürfelte Zwiebel und geschälte Äpfel in etwa ein Zentimeter großen Würfeln
  3. 3

    Zwiebel anschwitzen

    Butterschmalz in einem großen Topf bei mittlerer Hitze erhitzen. Die Zwiebel darin 3–4 Minuten glasig anschwitzen, ohne sie zu bräunen. Sie soll weich und leicht glänzend werden, damit sie später keine Röstaromen in den klassischen Rotkohl bringt.

    Fein gewürfelte Zwiebel wird in Butterschmalz glasig angeschwitzt
  4. 4

    Rotkohl anschwitzen und Essig zugeben

    Rotkohl und Zucker zur Zwiebel geben und 4–5 Minuten unter regelmäßigem Wenden mitdünsten. Anschließend 2 EL Apfelessig und zunächst 1 TL Salz gründlich unterrühren. Die frühe Säure unterstützt die kräftige rötliche Farbe und bildet zusammen mit der moderaten Zuckermenge die Grundlage für einen ausgewogenen süß-säuerlichen Geschmack.

    Fein geschnittener Rotkohl wird mit Zwiebeln angeschwitzt und mit Apfelessig abgeschmeckt
  5. 5

    Rotkohl sanft schmoren

    Apfelsaft und zunächst 50 ml Wasser angießen. Lorbeer, Nelken, Wacholder und Pfeffer hinzufügen. Einmal kurz aufkochen, dann die Hitze deutlich reduzieren und den Rotkohl mit aufgelegtem Deckel etwa 30 Minuten nur sanft schmoren. Währenddessen ein- bis zweimal gründlich umrühren. Der Kohl soll leise köcheln und nicht stark sprudeln.

    Rotkohl schmort mit Apfelsaft, Lorbeer, Nelken und Wacholder im Topf
  6. 6

    Äpfel zugeben

    Die Apfelwürfel unterheben und den Rotkohl weitere 20–30 Minuten zugedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze schmoren. Nach etwa 20 Minuten erstmals probieren: Der Rotkohl soll weich sein, aber noch einen leichten Biss besitzen. Wird der Topfboden trocken, vom restlichen Wasser nur esslöffelweise so viel zugeben, wie tatsächlich benötigt wird.

    Apfelwürfel werden unter den bereits weich geschmorten Rotkohl gehoben
  7. 7

    Rotkohl fertig abschmecken

    Lorbeerblätter und Nelken entfernen. Steht noch deutlich Flüssigkeit im Topf, den Rotkohl einige Minuten ohne Deckel sanft einkochen lassen; ist er bereits saftig und gebunden, diesen Schritt auslassen. Danach vom restlichen Apfelessig und Salz nur so viel zugeben, bis Süße, Säure und Würze ausgewogen sind. Ist der Rotkohl trotz Salz und Säure noch zu herb, eine kleine Prise Zucker ergänzen. Wenn es zeitlich passt, 15–30 Minuten abgedeckt stehen lassen und vor dem Servieren nochmals kurz erwärmen – dadurch verbinden sich die Aromen noch besser.

    Fertig geschmorter Rotkohl mit Apfel wird im Topf abschließend abgeschmeckt
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Welche Gewürze passen zu Rotkohl?

Bei klassischem Rotkohl ist weniger mehr. Lorbeer sorgt für herzhafte Würze, Nelken geben eine warme Note und wenige Wacholderbeeren etwas Tiefe. Gerade bei Rotkohl zu Weihnachten sollten die Gewürze dezent bleiben, damit der Geschmack von Kohl und Apfel im Vordergrund steht.

Rotkohl abschmecken und verfeinern

Ein guter Apfelrotkohl lebt von der Balance aus Süße, Säure und Salz. Fehlt Frische, etwas Apfelessig ergänzen. Ist der Rotkohl zu sauer oder herb, reicht meist eine kleine Prise Zucker. Schmeckt er insgesamt flach, zuerst vorsichtig Salz nachgeben. So lässt sich der Geschmack sicher an die verwendeten Äpfel anpassen.

Rotkohl aufbewahren und aufwärmen

Vollständig abgekühlt hält sich hausgemachter Rotkohl gut verschlossen etwa 3 Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen langsam im Topf erhitzen. Nur wenn er dabei zu trocken wirkt, 1–2 EL Wasser zugeben. Am nächsten Tag schmeckt Rotkohl häufig sogar noch runder, weil sich die Aromen weiter verbunden haben.

Häufige Fragen

Kann man Rotkohl am Vortag zubereiten?

Ja. Rotkohl eignet sich sehr gut zum Vorbereiten. Nach dem Abkühlen zugedeckt kalt stellen, am nächsten Tag langsam erhitzen und erst vor dem Servieren endgültig abschmecken.

Kann man Rotkohl einfrieren?

Ja. Den vollständig ausgekühlten Rotkohl portionsweise luftdicht einfrieren. Nach dem Auftauen langsam erhitzen und bei Bedarf mit sehr wenig Wasser wieder auf die gewünschte Konsistenz bringen.

Warum wird Rotkohl beim Kochen manchmal bläulich?

Die natürlichen Farbstoffe im Rotkohl reagieren auf den Säuregrad. Essig unterstützt eine kräftige rötliche Farbe, während ein weniger saures Milieu den Farbton stärker ins Blau-Violette verschieben kann.

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